TeaM Cables

Kabel || Alterung || Polymere || Prüfverfahren || Zerstörungsfrei || Charakterisierung || Sicherheit kerntechnischer Anlagen || Versprödung || Langzeitbetrieb || Materialschädigung || Terahertz ||

TeaM Cables

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© Europäische Union
This project has received funding from the Euratom research and training programme 2014-2018 under grant agreement No 755183.

TeaM Cables steht als Akronym für »European Tools and Methodologies for an efficient ageing management of nuclear power plant Cables«.

Ungeachtet des deutschen Ausstiegs aus der Kernenergie spielt diese in Europa nach wie vor eine entscheidende Rolle. Umso mehr ist es auch für Deutschland wichtig, den Zustand internationaler Anlagen bewerten zu können. In einem Kernkraftwerk sind durchschnittlich 25 000 Kabel mit einer Gesamtlänge von 1500 km verlegt. Teilweise sind diese rauen Umgebungsbedingungen wie erhöhter Temperatur und radioaktiver Bestrahlung ausgesetzt, welche zu Alterung der Kabelisolierungen und infolge dessen zu Versprödung und dadurch zu Rissen und Kurzschlüssen führen können.

Im Rahmen des Europäischen Forschungsprogramms Horizon2020 wurde vor diesem Hintergrund das Projekt TeaM Cables ins Leben gerufen, das sich mit den folgenden Fragestellungen befasst:

  • Welche Alterungseffekte entstehen durch Temperatur- und Strahlungseinflüsse und wie können diese modelliert werden?
  • Wie können mögliche Alterungseffekte der Kabel frühzeitig zerstörungsfrei detektiert werden?
  • Welche zerstörungsfreie Prüfmethode lässt sich auf welche Art und Weise mit den rauen Praxisbedingungen vereinbaren?

Das Fraunhofer IZFP trägt mit seiner Kompetenz im Bereich der Terahertz-Spektroskopie zum Forschungsvorhaben bei und führt Terahertz-Zeitbereichsspektroskopie-Messungen sowie Tomographie-Scans an künstlich gealterten Materialproben sowie an realen Kabeln durch. Einen weiteren Schwerpunkt der Fraunhofer IZFP-Aufgaben stellen die Analyse, Interpretation und Korrelationen der Messergebnisse mit Referenzwerten zur Bestimmung alterungsspezifischer Parameter dar. Der Vorteil von Terahertz-Methoden zur Kabelcharakterisierung in Kernkraftwerken liegt darin, dass diese Methoden berührungslos über viele Zentimeter Abstand angewendet werden können. Als einen weiteren Beitrag wird das Fraunhofer IZFP Kriterien und Protokolle für den Einsatz der Terahertz-Technik für Vor-Ort-Messungen vorschlagen.

Das TeaM Cables-Konsortium setzt sich aus den folgenden renommierten europäischen Einrichtungen zusammen, die auf verschiedene Weisen rund um das Themenfeld Kernenergie tätig sind:

  • Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP (Deutschland)
  • Électricité de France EDF (Frankreich)
  • Framatome GmbH (Deutschland)
  • Institute de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire IRSN (Frankreich)
  • Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives CEA (Frankreich)
  • ÛJV Řež, a.s. (Tschechien)
  • Nexans France S.A.S. (Frankreich)
  • Instytut chemii i techniki jadrowej INCT (Polen)
  • Teknologian tutkimuskeskus VTT Oy (Finnland)
  • Université d’Aix Marseille AMU (Frankreich)
  • École Nationale Supérieure d’Arts et Métiers ENSAM (Frankreich)
  • Università di Bologna UNIBO (Italien)
  • ARTTIC (Frankreich)

TeaM Cables Eckdaten

Verbundvorhaben
Koordination durch Électricité de France EDF
Fördergeber: Europäische Kommission
Laufzeit: 9/2017 bis 03/2022
Gesamtfördersumme: ca. 4,2 Mio. €

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