Presseinformation

Ideentag am Fraunhofer IZFP: Neue Technologien kinderleicht erklärt

26. Juni 2019

Experimentieren mit smarten Materialien
© Fraunhofer IZFP
Experimentieren mit smarten Materialien

Wie können moderne Technologien für Kinder interessant und leicht verständlich dargestellt werden?

Heute trafen sich gut 20 kreative Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfeie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken und beantworteten diese Frage mit frischen Ideen und verblüffenden Experimenten. Sie begeisterten sich gegenseitig mit vermeintlich magischen Flüssigkeiten, die plötzlich erstarren, »Wunderdrähten«, die sich von Zauberhand verformen und Miniaturgeräten, mit denen sich heimlich der Inhalt von Pizzakartons erforschen lässt. Der ausgelassene Kreativtag hat dennoch einen ernsten Hintergrund: Es wird immer schwieriger, junge Menschen für Natur- und Ingenieurwissenschaften zu begeistern. »Wir stecken mitten in der Aufgabe, die kindliche und jugendliche Neugierde für unsere doch eher techniklastigen Wissenschaften schon frühzeitig zu wecken, um die Begeisterung und den Forscherdrang junger Menschen auf diese Bereiche zu lenken. Das ist für uns am Fraunhofer IZFP umso wichtiger, als wir bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mehr denn je auf exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit fundiertem Wissen und Kreativität angewiesen sind. Nur so können wir die Herausforderungen von morgen erfolgreich bewältigen«, erläutert Prof. Randolf Hanke, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IZFP.

Die Fraunhofer-Gesellschaft als größte Organisation für angewandte Forschung in Europa setzt sich konsequent für die Nachwuchsförderung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich (MINT) ein. Die am Kreativtag entwickelten Experimente sollen helfen, Kinder und Jugendliche neugierig zu machen und spielerisch an Themen wie intelligente Materialien, Leistungselektronik oder Künstliche Intelligenz heranzuführen. Die Ideenentwicklung wurde unterstützt vom KOSMOS-Verlag. »Neugier ist ein starker Treiber für die Themen der Zukunft. Neugier auf Wissen und Erfahrung. Kindern mit Spaß und überraschenden Effekten einen Zugang zu Technologien zu verschaffen ist gemeinsames Ziel von KOSMOS und Fraunhofer. Alleine das trockene Lernen eröffnet jungen Menschen den Zugang zu diesen Themen nicht», erklärt Heiko Windfelder, Mitglied der Geschäftsleitung des KOSMOS Verlags.

Kognitive Sensorsysteme – effiziente Prozesse
Das Fraunhofer IZFP ist ein international vernetztes Forschungs- und Entwicklungsinstitut im Bereich angewandter, industrienaher Forschung. Im Zentrum der Tätigkeiten steht die Entwicklung »kognitiver Sensorsysteme« für das zerstörungsfreie Monitoring industrieller Prozesse und Wertschöpfungsketten. Wesentliche Konzepte dieser Technologien sind der KI-Forschung entnommen. Neben reinen Produktionsprozessen stehen gleichrangig Prozesse aus Werkstoff- und Produktentwicklung, Wartung, Instandhaltung und Wiederverwertung von Werkstoffen im Fokus der FuE-Aktivitäten.