Automotive

Ausschnitt einer 3D-Illustration der Struktur eines zukünftigen Stadtautos; Darstellung im fahrenden Betrieb

Automotive

Eine wesentliche Aufgabe des Geschäftsfelds »Automotive« besteht darin, die Automobilhersteller und im besonderen Maße die Zulieferindustrie darin zu unterstützen, neue Materialien und Produkte schnell und zuverlässig mit zerstörungsfreien Methoden zu prüfen und zu charakterisieren. Die frühe Einbindung von ZfP-gerechtem Design in den Entwicklungsprozess bietet durch adäquate Prüfvorbereitung hohes Potential zur Kosteneinsparung bei gleichzeitiger Verbesserung der Produktqualität. Inhaltliche Fragestellungen sind dabei u. a. die Prüfung und Prozessüberwachung von Härte bzw. mechanisch-technologischen Eigenschaften, die Fehlerprüfung an ultrahochfesten Umformstählen oder die ZfP für Fügetechniken von Metallen und Kunststoffen sowie hybriden Werkstoffen.

Auch für spätere Phasen des Produktlebenszyklus, wie Reparatur- oder Schadensfall, besteht vor allem bei Materialien, die in Fahrzeugen neu Einzug finden, ein hoher Bedarf an Lösungen zur Prüfung und Beurteilung von Bauteilen und Strukturen.

Die Vielfalt der Materialien und Werkstoffe im Automobil nimmt zu. Spezifische Werkstoffeigenschaften können aber nur dann optimal genutzt werden, wenn geeignete Verbindungstechniken verfügbar sind, also Klebeverfahren, thermische Verfahren wie Reibrührschweißen, Laserschweißen und Laserlöten oder mechanische Verfahren wie Falzen, Clinchen und Durchsetzfügen. Das Fraunhofer IZFP entwickelt für alle diese Verfahren Prüflösungen zur zuverlässigen zerstörungsfreien Absicherung der Qualität der Verbindungen.

 

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automotive[at]izfp.fraunhofer.de

3MA: Zerstörungsfreie Prüfung pressgehärteter Karosserieteile

© Foto Fraunhofer IZFP

Nutzung von Korrelationen zwischen magnetischen und mechanischen Eigenschaften

Zerstörungsfreie Bestimmung von Härte, Kenngrößen des Zugversuchs (Rm, Rp0.2, A50), Beschichtungsdicke

Prüfergebnis für alle Zielgrößen in 6 Sekunden

Deutlich reduzierter Prüfaufwand im Vergleich zu zerstörender Prüfung

Reduktion der Prüfkosten um bis zu 80 Prozent

Validiert

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Luftultraschall: Berührungsloses Prüfen von hybriden Werkstoffen

© Foto Fraunhofer IZFP / Uwe Bellhäuser

Robotergestützte Luftultraschallprüfung moderner Materialien

Das Fraunhofer IZFP ist ein deutschlandweit führendes Applikations- und Entwicklungszentrum für Luftultraschallprüftechnik, ein ZfP-Verfahren, welches einen berührungslosen »Blick« ins Werkstoffinnere ohne Werkstoffkontamination erlaubt und gleichzeitig ein sehr gutes Fehlerauflösungsvermögen bietet. Unsere Industriekunden profitieren somit von einer sehr guten Automatisierbarkeit dieser Prüftechnik sowie einer kostengünstigen Prüfdurchführung, da die Prüflinge nicht gereinigt bzw. getrocknet werden müssen.

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Hochfrequenz-Ultraschall­prüfung: Optimierung der Qualität der Laserschweißnaht am Beispiel pressgehärteter Stähle

© Foto Fraunhofer IZFP

3D-Profil einer Laserschweißnaht

Integration der HF-Ultraschallprüfung zur schnellen, effizienten Überwachung, Dokumentation und Optimierung der Laserschweißnahtqualität

Validierung des Verfahrens zur Bestimmung aller relevanten Qualitätsmerkmale (Schweißnahtverlauf, Fehlstellenexistenz etc.)

Detektion typischer Fehlerarten beim Laserstrahlschweißen, z. B. »falsche Freunde«, »starker Nahteinfall«, »Durchschüsse« sowie Poren mit minimalem Durchmesser von ca. 0,2 mm

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Clinchen: Off- und Online Bestimmung der Bodendicke im Clinchpunkt

© Foto Fraunhofer IZFP

Prototyp zur Offline-Bestimmung der Bodendicke im Clinchpunkt

Qualitätsüberwachung der Clinchpunkte mittels Wirbelstrom-Mehrfrequenzverfahren

Kombination mehrerer Wirbelstromfrequenzen

Unterscheidung von Störgrößen wie Sensorabhebung von der Oberfläche, Leitfähigkeits- und Permeabilitätsänderungen

Kalibrierung notwendig

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Zerstörungsfreie Prüfung an induktiv gehärteten Bauteilen

© Foto Fraunhofer IZFP

Kurbelwellenprüfung mit SHD-Sensor

Langjährige Erfahrung mit kundenspezifischer Hard- und Software

Optimierte Ultraschallelektronik (Eigenentwicklungen)

Automatisierte Systeme und Handprüfgeräte verfügbar

Keine Kalibrierung an Testkörpern notwendig

Objektive, nutzerunabhängige Messmethode

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Ventilfedern: Zerstörungsfreie Prüfung von Härte- und Eigenspannungs-Tiefenprofilen mit 3MA

© Foto Fraunhofer IZFP / Uwe Bellhäuser

3MA-Ventilfederscanner

Gleichzeitige Bestimmung von mehreren relevanten Qualitätsmerkmalen des Werkstoffs (Härte, Eigenspannungen etc.)

Keine Zerstörung des Prüfteils

Integration in vollautomatisierte Prüfsysteme

Kalibrierung notwendig

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EMUS: Fehlerinspektion mit elektromagnetischem Ultraschall in der Kalt- und Warmblechumformung (Karosseriebauteile)

Detektion einer Einschnürung

Berührungslose, koppelmittelfreie Ultraschallprüfung

Echtzeitfähig und automatisierbar (in die Produktion integrierbar)

Industriell erprobt – lange Standzeiten ohne erkennbaren Verschleiß

Kalt- und Warmblechumformung, z. B. Karosseriebauteile

 

Induktionsthermographie: Automatisierte, robotergestützte Prüfung ferromagnetischer Bauteile auf Oberflächenrisse

© Foto Fraunhofer IZFP

Oberflächenrissprüfung ohne Oberflächenbehandlung

Auch für Bauteile komplexerer Geometrie geeignet

Objektive und zuverlässige Prüfergebnisse

Bestimmung der Fehlergröße (Risslänge, Risstiefe)

Transformation der Prüfergebnisse (nachgewiesene Fehlstellen) auf die reale Geometrie

Quantitative Fehlergrößenbestimmung

Geeignet für vollautomatische Prüfanlagen zur Hundertprozent-Prüfung von Bauteilen in der industriellen Fertigungslinie